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VON WELTRAUMZEICHEN ZUM MONDZEICHEN ... in der frühen bis mittleren Jugendlichkeit suchte er die rettende Zuflucht in der Welt
zukünftiger Sternenflüge ... zu intergalaktischen Räumen und Galaxien ... er wollte immer eines Tages zu einem anderen Stern fliegen ... er wartete oft zeitenlang in bunten ... saftigen ... Allgäuer Wiesen auf die Abholung zu einer
endlosen Sternenreise ... der Mensch war für ihn ... nie ... ein eimaliger Zufall dieses Planeten ... überall auf den Sternen ... glaubte er ... Lebendiges zu treffen ... (Auszug aus Werkstattbuch 1 – und er spricht über sich
selbst). Doch was könnte der göttliche Blick aus einer Raumstation oder gar der von unserem Mond auf unseren Heimatplaneten an schöpferischen Kräften auslösen?
Warum werden keine Maler, Musiker und Dichter in den Weltraum gesandt, um von ihren Empfindungen zu berichten? Oder ist es nur meine Ursehnsucht zu den Sternen zu fliegen? (aus
Tagebuchaufzeichnungen, 1995) Alles begann in der Jugend mit der Sehnsucht, zu den Sternen zu fliegen. Nach der Fertigstellung des Erdzeichens “EINE INSEL
FÜR DIE ZEIT” reiften 1995 erste Pläne, Skulpturen für den schwerelosen Raum zu entwerfen, zusammenfaltbare, aufblasbare Skulpturen für den Weltraum um die Erde kreisen zu lassen oder gar in die Tiefen des Universums hinaus zu
senden. Eines urzeitigen Tages werden sie von Lebewesen anderer Sternensysteme gesehen und als Botschaft erkannt, als anderseitiges Lebenszeichen dieses unendlichen Universums, gezeichnet von der Patina einer Zeitreise, gezeichnet
von Spuren kosmischer Winde. Im erdnahen Weltraum kreisen längst nutzlos gewordene Abfälle menschlich-technischer Hybris. Überflüssige Satelliten, falsch programmierte Sonnensegel, verlassene
Raumstationen und ausgebrannte Raketenstufen, sich selbst Überlassenes. Meine Vorstellung: Wie mit einem Magnet im schwerelosen Raum alles zu größeren Skulpturenringen zusammenzufügen, wertlos gewordenen technischen Müll
gewichtslos zu poetischen Zeichen umzuformen. Sichtbar für die ins Ausserirdische Fliegenden, sichtbar für Mondreisende und sichtbar für ausserirdische Besucher. Staunend den Mond betrachtend,
erwuchs der Wunsch, auch auf diesem Planeten ein irdisches Zeichen zu hinterlegen. Mag es angesichts der Kleinheit meines Lebensraumes noch so vermessen sein, lässt es sich vielleicht in meiner Lebenszeit nicht mehr realisieren,
schürt dieser Plan doch meine astronomische Sehnsucht. Eine poetische Markierung hinterlegen zwischen unendlichen Stunden und kurzen Ewigkeiten. Urwunsch oder Spinnerei? Wenige Menschen konnten den Mond bisher betreten, mit ihren
Mondfahrzeugen wissenschaftliche Erkundungen durchführen. Sie hinterließen bleibende Spuren in seinem Staub. Doch bevor die Technik allein von ihm Besitz ergreift, sollte ein versöhnliches, poetisches Zeichen gesetzt werden, für
das nicht Funktionale, für das Unbewusste und Unbekannte. Es soll einen Bogen über trennende Welten schlagen, die ungestillte, unstillbare Sehnsucht des Menschen andeuten, Grenzen des Irdischen immer wieder hoffend zu überschreiten.
EIN IRDISCHES ZEICHEN FÜR DEN MOND ODER DAS MONDZEICHEN: DAS MAGNETISCHE GEWICHT Das Mondzeichen besteht aus einem doppelten Kreuz und einer liegenden Acht, die für Unendlichkeit steht. Das Kreuz, ein in vielen Kulturen
vertrautes Symbol aus uralten Zeiten, bezeichnet Orte der Kommunikation zwischen Himmel und Erde. Zwei Kreuze stehen hier als übergeordnetes Zeichen für Begegnung zwischen den Lebewesen dieser Erde und ausserirdischen Besuchern mit
all ihren Geheimnissen. Die Acht als Zahl der Erneuerung und Regeneration symbolisiert zugleich kosmische Ordnung und Gleichgewicht. TECHNISCHE REALISIERUNG Die Verwirklichung des irdischen Zeichens auf dem Mond
erfordert ein möglichst flaches, ebenes Gelände auf der erdzugewandten Seite des Mondes. Der dafür ausgewählte Ort liegt nordwestlich des Mare Imbrium, in der Regenbogenbucht (Sinus Iridum, 45N, 32W). Mondfahrzeuge mit rechen-
oder besenartigen Werkzeugen ausgestattet, können, von Sonnenenergie angetrieben, dieses irdische Zeichen in den Mondstaub schreiben. So wie die Fahrspuren der Mondfahrzeuge bis heute auf der Mondoberfläche erhalten sind, sollen
durch Bündelungen vieler nebeneinander liegender Linien breite, sichtbare Bänder entstehen. Um es von der Erde aus erkennen zu können, ist für das Mondzeichen eine Ausdehnung von 65 x 125 Kilometer notwendig. |